Hack your City ist ein Projekt das 2015 im Zuge des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt in Zusammenarbeit mit der Open Knowledge Foundation erstmals in vier Städten (Berlin, Dortmund, Karlsruhe, Dresden) organisiert wurde (http://2016.hackyourcity.de/). In diesem Jahr geht es jetzt weiter.

Hack Your City möchte Akteuren, denen die Zukunft der Stadt am Herzen liegt, ermöglichen in Kleingruppen Stadtprobleme zu lösen und Stadtvisionen zu realisieren. Dabei liegt ein spezieller Fokus auf dem Thema Citizen Science - bei dem BürgerInnen mit lokalen Wissenschaftseinrichtungen kollaborieren, gemeinsam an Forschungsprojekten arbeiten, Daten crowdsourcen, nützliche Werkzeuge und digitale Anwendungen entwickeln. Als Projektauftakt finden Citizen Science Hackdays statt. Auf den Hackdays können sich Akteure und Ideen finden und erste Prototypen entwickelt werden. Im Anschluss an die Hackdays werden sogenannte Citizen Science Labs gestartet, das sind Arbeitsgruppen, die sich regelmäßig Treffen und aus Prototypen funktionierende Anwendungen entwickeln. Hack your City ist ein Projekt von Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit Siemens.

Ein guter Eindruck von Hack your City vermittelt euch unser Video von letztem Jahr.

Wissenschaft ist das zuverlässigste System um neues Wissen zu kreieren. In Citizen Science Projekten beteiligen sich Nicht-WissenschaftlerInnen an der Datenerhebung, Analyse oder Präsentation von Forschungsprojekten. Im Citizen Science kommen HobbyforscherInnen und ForscherInnen zusammen und schaffen neues Wissen aus der gemeinsamen Faszination des Forschens. HobbyforscherInnen sind teilweise oder komplett in den Forschungsprozess mit eingebunden und können so vor allem viel Spaß beim gemeinsamen Forschen haben!

Der Ursprung des Wortes “hacken” geht auf die Tätigkeit von Tüftlern zurück, die versuchen, die Grenzen des Machbaren auszuloten und neue kreative Lösungen zu entwickeln. ‘Hacken’ ist eine Art einfallsreiche Experimentierfreudigkeit mit einem besonderen Sinn für Kreativität und Originalität. Das Ergebnis ist ein Hack. Auf einem Hackday kommen also verschiedene “Hacker” zusammen, ganz egal ob SoftwareentwicklerInnen, DesignerInnen, WissenschaftlerInnen und Alltags-Hacker. Jeder, der kreativ eine Lösung finden möchte, ist eingeladen, gemeinsam mit allen anderen Teilnehmenden eine Lösung für eine Problemstellung zu erarbeiten. Diese Problemstellung wird von den TeilnehmerInnen selbst mitgebracht und gemeinsam versucht zu lösen. Ziel ist es dabei, einen gesellschaftlichen Nutzen zu erbringen.

ORGANISATORISCHES & ABLAUF
Die Hackdays starten am Samstag mit einer kurzen Begrüßung und Lightening Talks von HobbyforscherInnen und Wissenschaftseinrichtungen. Danach folgt eine sogenannte Pitching Session, in der alle TeilnehmerInnen Projektideen vorstellen können und sich die Teams zusammenfinden. Den Rest des Tages wird gebastelt und entwickelt. Am Sonntagnachmittag werden die Ergebnisse des Wochenendes präsentiert. Für Verpflegung (auch vegetarisch) und für WLan ist gesorgt. Details zum Ablauf in den einzelnen Städten finden sich unter den Anmelde-Links auf den Städteseiten.

GIBT ES THEMATISCHE BESCHRÄNKUNGEN FÜR DEN “PITCH”?
Deine Eigenwerbung/Pitch soll das Thema die Stadt der Zukunft reflektieren. Wir erwarten DesignerInnen, ProgrammiererInnen, WissenschaftlerInnen, StädteplanerInnen und weitere Akteure aus verschiedenen Gebieten zum Thema Stadt so wird es immer ein/e ExpertIn für jede Frage geben.

WAS SOLL ICH MITBRINGEN
Denk an all die Geräte und Materialien, die nützlich oder inspirierend sein können. Natürlich Deinen Computer und anderes, das Du nützlich für Dein Arbeiten findest. Falls Du besondere Materialien benötigst, schreib eine E-Mail an Yannick (Yannick.haan@w-i-d.de), eventuell können wir diese für Dich besorgen.

MUSS ICH MICH ANMELDEN?
Da wir leider nur begrenzt Platz haben, ist eine kostenfreie Anmeldung notwendig.

WAS, WENN ICH NOCH KEINE KONKRETE PROJEKTIDEE HABE?
Kein Problem. Viele Leute nutzen die ersten Stunden eines Hackdays damit mit verschiedenen Leuten zu reden, zu brainstormen und Ideen zu sammeln. Außerdem gibt es viele Leute die MitstreiterInnen für die Umsetzung ihrer Projektidee suchen.

Citizen Science Labs sind Räume, in denen Ideen und Visionen für Städte entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. In den Labs kommen BürgerInnen, Vetreter lokaler Wissenschaftseinrichtungen und VertreterInnen aus der Politik zusammen, um gemeinsam an neuen Konzepten, Projekten und Lösungen rund um Herausforderungen von Städten zu arbeiten.

Interdisziplinär entwickeln die Akteure im Rahmen der Labs Werkzeuge und Strategien, die dabei helfen, komplexe Herausforderungen in ihren Städten kreativ zu meistern. Zu diesen Herausforderungen gehören Fragestellungen aus den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung, Umwelt, Energienutzung oder der politischen Mitgestaltung.

Nach den Auftaktveranstaltungen (Hackdays), bei denen sich Projektgruppen finden und erste Prototypen entstehen, wird in jeder Stadt ein Citizen Science Lab gestartet. Dafür werden Räumlichkeiten und Ressourcen über ein halbes Jahr zur Verfügung gestellt und bestehende Infrastrukturen genutzt um kollaboratives Arbeiten zu fördern. In regelmäßigen Arbeitstreffen werden so im Laufe des Jahres aus Prototypen, funktionierende Anwendungen.

Jeder kann bei Hack your City teilnehmen! Du brauchst keinen Hintergrund in Stadtplanung oder IT, aber wenn Du es hast, grandios! Das Wichtigste ist, dass Du interessiert bist, mit an der Stadt der Zukunft zu bauen und begierig bist im Team etwas zu entwickeln.

Organisatoren von Wissenschaft im Dialog sind Yannick Haan und Thorsten Witt.

Wende dich jederzeit via email an: yannick.haan@w-i-d.de

Wissenschaft im Dialog – die Initiative der deutschen Wissenschaft

Wissenschaft im Dialog (WiD) bringt Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch. Die Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft wurde 1999 von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. WiD organisiert Dialogveranstaltungen, Ausstellungen oder Wettbewerbe rund um Wissenschaft und Forschung und entwickelt neue Formate der Wissenschaftskommunikation.

Die Wissenschaftsorganisationen stärken mit der Gemeinschaftsinitiative den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auch über kontroverse Themen der Forschung. WiD wurde auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft gegründet. Als Partner kamen Stiftungen hinzu. Maßgeblich unterstützt wird WiD vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.